Crowdinvesting: Plattformen zum Investieren für Österreicher

Crowdinvesting ist eine Finanzierungsform, bei der sich mehrere Personen mit meist kleineren Geldbeträgen zusammenschließen und an Unternehmen oder Projekten beteiligen. Diese Mikroinvestoren nutzen dabei meist Crowdinvesting Plattformen und investieren meist über stille Beteiligungen, Genussrechte oder partiarische Darlehen in diese Projekte.

Aktuelle Projekte zum Investieren

Hier sehen Sie eine Übersicht über die letzten 10 Projekte, welche wir für Sie gesammelt haben:

Eine Übersicht über die letzten 5 Projekte finden Sie hier:

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Vorteile und Nachteile von Crowdinvesting

  • Hohe Zinsen
  • Investieren mit niedrigen Beträgen bereits möglich
  • Spannend, aufbereitete Projekte
  • Totalausfall möglich, hohes Risiko bei den Investments
  • Kaum Rechte
  • Steuerlich unattraktiv – Ausfälle können nicht abgeschrieben werden, Erträge aus Nachrangdarlehen unterliegen der ESt und nicht der KESt

Um was gehts bei Crowdinvesting?

Mit Crowdinvesting können Sie bereits mit kleineren Beträgen Ideen, Innovationen und Initiativen unterstützen. Aber Achtung, denn den hohen Chancen auf Renditen stehen auch hohe Risiken gegenüber. Ein Totalausfall des investierten Geldes ist wahrscheinlich. Sie investieren Risikokapital! Achten Sie daher, dass Sie nur einen Bruchteil Ihres Gesamtvermögens in Crowdinvesting stecken und streuen Sie auch dort Ihre Investitionen, denn viele der ausgewählten Projekte werden wohl keine Früchte tragen. Seien Sie wachsam, seien Sie vorsichtig!

Pro und Kontra zu Crowdinvesting

Gehen wir davon aus, dass Sie Ihr Geld durch harte Arbeit erwirtschaftet haben. Nun gibt es verschiedene Angebote, wo und wie Sie Ihr sauer verdientes Geld investieren können. Crowdinvesting ist eine dieser Möglichkeiten und das Angebot von Crowdinvesting sieht am ersten Blick meist sehr attraktiv aus, denn hohe Zinsen oder gar eine Erfolgsbeteiligung warten hier auf sie und meist gibt es auch noch die Möglichkeit in ein junges, hippes Unternehmen investieren zu können. Quasi man tut was Gutes.

Investiert man Geld in etablierte Unternehmen, so gibt es bei diesen Geschäftsberichte, welche studiert werden können und vielleicht auch ein Kapitalmarktprospekt oder andere tiefergehende Informationen zu einem Unternehmen. Das gibt es bei Start-Ups nicht oder nur stark verkürzt. Eine runde, nette Geschichte rund um das Start-Up, die Gründer die allesamt sympathisch wirken, erhalten bei einer Bank etc. keinen Kredit, aber nun über Crowdinvesting soll es klappen und daher ist man auf der Suche nach IHREM Geld. Es ist vielleicht überspitzt formuliert, aber es ist schon auch etwas Wahres dran. Viele Unternehmer die über Crowdinvesting auf der Suche nach Geldgebern sind, wird es in einigen Jahren nicht mehr geben. Sie haben also ein hohes Risiko eines Totalausfalles und so überlegen Sie also gut, ob Sie Ihr hart verdientes Geld wirklich hier investieren möchten?

Das Crowdfunding Gesetz in Österreich

Heini Staudinger ist wohl eine Berühmtheit dadurch geworden, dass er Geld von Freunden eingesammelt hat und sich nicht um das rechtliche Drumherum gekümmert hat. Die Finanzmarktaufsicht hat laut aufgeheult und die beiden haben öffentlich miteinander gestritten. Als Folge daraus und in Hinblick auf den Rest von Europa gab es dann das „Crowdfunding Gesetz“, welches 2015 beschlossen wurde. Offiziell ist es das Alternativfinanzierungsgesetz (AltFG) und bringt für KMU neue Finanzierungsmöglichkeiten. Die wichtigsten Punkte der Alternativfinanzierungsgesetz sind diese:

  • Der Darlehensgeber muss weniger als 250 Mitarbeiter und einen Jahresumsatz von max. 50 Millionen Euro (oder eine Jahresbilanzsumme von max. 43 Millionen Euro) haben.
  • Das eingesammelte Kapital muss für die Finanzierung einer operativen Tätigkeit verwendet werden
  • Bis unter 1,5 Millionen Euro gibt es keine Prospektpflicht und bei Darlehen von bis zu fünf Millionen Euro genügt ein vereinfachter Prospekt (bei Aktien und Anleihen besteht ab 250.000 Euro eine Prospektpflicht).
  • Erhöhte Informationspflicht gegenüber Anlegern, Beschränkung der Anleger auf 5.000 Euro innerhalb von zwölf Monaten (Ausnahmen möglich, gilt nicht für professionelle Anleger und juristische Personen).
  • Das Emissionsangebot muss „öffentlich“ und ohne „unbedingten Rückzahlungsanspruch“ sein (ausgenommen Anleihen).
  • Erhöhte Informationspflicht und Auflagen für Crowdfunding-Plattformen.

Manche Dinge, wie z. B. die erhöhte Informationspflicht für die Crowdfunding-Plattformen sind rudimentär beschrieben, wie das konkret auszusehen hat und ab wann eine Plattform mithaftet, das sind Dinge die vermutlich noch ausjudiziert werden müssen.

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